Stadtsanierungs- und Dorferneuerungsprogramme sind begehrt. Werben diese doch mit guten Förderquoten. Doch ist dies nur die eine Seite der Medaille.

Nehmen wir das Beispiel der Stadtsanierung in Ellrich. Im Sanierungsgebiet sind die Quoten zwar gut, jedoch müssen hier spezielle Materialen und Vorschriften berücksichtigt werden. Kann man woanders den Gehweg z.B. mit normalen Rechteckpflastersteinen versehen, so muss hier teureres Altstadtpflaster aufwendig verlegt werden.

Bei Privatmaßnahmen sind die Eigentümer auch Vorschriften unterlegen. So gibt es bestimmte Vorgaben für Fassadenfarben oder die Auswahl von Fenstern. Berater braucht es auch – und die kosten Geld.

Die Dorferneuerung bzw. heutzutage läuft gerade in Sülzhayn. Ein ehrenamtlicher Beirat hat zusammen mit einem Planungsbüro aufwendig Maßnahmen erarbeitet.

Sülzhayn soll nach 25 Jahren des dahin dämmern wieder revitalisiert werden. Die  ehrgeizigen Maßnahmen werden den Geldsäckel der Stadt stark belasten.

Wenig selbst investieren ist das Eine, der Unterhalt die Kehrseite der Medaille.

Förderprogramme schön und gut. Es muss generell mehr Geld in den ländlichen Raum fließen.

Außerdem sind die Fördermittelmittelanträge zu komplex, zeitaufwendig und langatmig. Hier muss der Gesetzgeber Erleichterungen schaffen.

Das sagen andere Bürger zu dem Thema

2 Beiträge zum Thema: Stadtentwicklung und Dorferneuerung
    Die Ortsteile fördern
    23 Oct 2019
    22:57
    Kommentar:

    Ich liebe meine Heimat Ellrich aber es müssen viele Veränderungen stattfinden wie zum Beispiel in Gudersleben der alte Konsum müsste wieder hergerrichtet werden um dort zum Beispiel einen regionalen Händler oder einen Kindergarten einrichten zu können oder für die Feuerwehren müssen neue Gerätehäuser gebaut werden.

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    Schüler oder Student
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    0
      25 Oct 2019
      16:13
      Kommentar:

      Schön, dass sich auch mal ein junger Mensch beteiligt. Zum Thema Konsum: Ich will Dir mal erklären, wo da das Problem liegt. Wenn die Stadt ihn wieder herrichtet, kostet das viel Geld, nehmen wir mal an, 200.000 €. Dem stimmen die Stadträte logischerweise erst zu, wenn schon ein Pächter vorhanden ist, ansonsten gammelt das sanierte Objekt vor sich hin. Die Pacht muss dann aber so bemessen sein, dass der Pächter nicht schon nach einem Jahr pleite ist. Also sagen wir mal 500 € im Monat. Die Stadt nimmt also im Jahr 6.000 € ein, damit sich die Ausgabe von 200.000 € rechnet, dauert es also 33 Jahre. In der Zeit fallen natürlich Instandhaltungskosten an, also sind wir locker bei 40 Jahren und immer vorausgesetzt, das Objekt ist ununterbrochen verpachtet. Dazu kommt, dass sich solch kleinen Geschäfte ja nicht einmal in Ellrich halten, weil die Leute lieber in die Supermärkte fahren, wo sie alles beisammen haben und es billiger ist, was man auch wieder verstehen kann. Du siehst, es ist alles nicht so einfach. Leider musste die Stadt Anfang der 90er alle Kindergärten in den Ortsteilen (Ausnahme Sülzhayn) und 3 kleine in Ellrich schließen, weil es ganz einfach unrentierlich ist. Bei Kindern gibt es eigentlich kein unrentierlich, da spart man grundsätzlich an der falschen Stelle, genauso, wie bei den Feuerwehren, aber man kann nur das Geld ausgeben, was man hat. Ihr habt einen richtig guten Ortsteilbeirat und einen Ortteilbürgermeister, der für Euch kämpft und sich nicht die Butter von Brot nehmen

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